Der Deutsche Gewerkschaftsbund

(1969-1975)
Cover: Der Deutsche Gewerkschaftsbund
J. H. W. Dietz Verlag, Bonn 2013
ISBN 9783801242183
Gebunden, 1033 Seiten, 78,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Dieter Dowe, Anja Kruke und Michael Schneider. Bearbeitet von Klaus Mertsching. Band 16 der "Quellen zur deutschen Gewerkschaftsgeschichte" dokumentiert den gesellschaftlichen Gestaltungsanspruch des Deutschen Gewerkschaftsbundes in den ersten beiden Perioden der Amtszeit des DGB-Vorsitzenden Heinz Oskar Vetter. Die Dokumentenauswahl zeigt exemplarisch das resolute Eintreten für eine Ausweitung des Sozialstaates und für die Verbesserung der betrieblichen Mitbestimmung. Daneben stehen die Reform der Organisationsentwicklung und der gewerkschaftlichen Programmatik sowie die neue Deutschland- und Ostpolitik der Gewerkschaften. Die Erwartung des DGB, die gewerkschaftlichen Reformvorstellungen in gesetzliche Bestimmungen überführen zu können, wurde dadurch geprägt, dass die SPD in der Regierungsverantwortung nun die Leitlinien in der Arbeits- und Sozialpolitik bestimmen konnt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2014

Die Dokumentation gewerkschaftlicher Routine birgt kein Lesevergnügen für den Rezensenten. Zum Glück hat der von Klaus Mertsching "sorfältig" edierte Band mit 119 Dokumenten aus dem DGB-Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung aus den Jahren 1969-1975 noch anderes zu bieten. Laut Rolf Steininger trumpft der Band auf, wenn er die ganze Bandbreite gewerkschaftlicher Reflexion zeigt, die dem Rezensenten zum Teil recht aktuell in den Ohren klingt. Dass der Band damit allerdings auch die Geschichte der sozial-liberalen Koalition abbildet, wie Mertsching sich das vorstellt, möchte Steininger doch bezweifeln.

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