"Es waren einmal drei Schweine, die zogen hinaus in die Welt, um ihr Glück zu suchen." Doch kaum hatte sich das erste Schwein ein Häuschen gebaut, kam der Wolf daher und pustete es einfach um. Die Geschichte kennt eigentlich jeder. Aber David Wiesner hat daraus eine phantastische Bildergeschichte gemacht, bei der nicht nur die Schweine, sondern auch alle Betrachter aus dem Häuschen geraten. Da fliegen Strohhütten und Holzhäuschen durch die Gegend, die Bilderbuchseiten selbst scheinen durcheinander zu wirbeln. Couragiert nehmen die drei Schweine ihr Schicksal in die eigenen Hufe, heben ab und befinden sich unversehens auf einer abenteuerlichen Reise durch Raum und Zeit - und schreiben Geschichte!
Nach längerer "Beliebtheitspause" sind die "Bilderbuchschweine" von David Wiesner wieder auf dem Plan, freut sich Karla Schneider, die meint, dass neben manch anderen Kinderbüchern über das Schwein dieses besonders "herausragt". Hier versuchen drei Schweine ein Haus zu bauen, trotz eines Wolfs, der eine "Disziplin" besonders beherrscht, nämlich das "Häuserumpusten", schmunzelt Schneider. Wie die Schweine, die Schneider an die "Marx-Brothers" erinnern, dieses Problem lösen, das findet die Rezensentin richtig "postmodern".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002
Jens Thiele regt die Lektüre von Wiesner Bildergeschichten zur Behauptung an, dass das ästhetische und dramaturgische Potenzial des Kinderbuchs noch lange nicht ausgeschöpft ist. Er lobt das hintersinnige Spiel mit den Bild- und Erzählebenen des Autors und Illustrators, das den Leser auf die Reise durch eine postmoderne Bilderwelt mitnehme. Wenn die drei Schweinchen aus ihrer gewohnten Bilderwelt ausbrechen, verändere Wiesner auch den Bildstil bis schließlich ein leeres Blatt erscheine. Zwar lässt der dekonstruktivistische Autor die Schweinchen wieder in die Geschichte zurück, doch ob er damit dem kindlichen Bedürfnis nach Geschichten entgegenkommt, vermag der Rezensent nicht zu beantworten.
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