David Mamet

Ende der Jagdzeit

Hollywood, Bad Boys und sechs Stunden. Poker in Perfektion
Cover: Ende der Jagdzeit
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2001
ISBN 9783421054913
Gebunden, 222 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Bernd Samland. Oscar Wilde, Karmann Ghias, das Komitee für antiamerikanische Umtriebe, jüdisches Schrifttum, Korruption, Schauspielkunst, Malz-Whisky und der Charme Edinburghs, Poker, Psychologie und Machotum - David Mamets Essays sind voller ikonoklastischer Einsichten und beißender Beobachtungen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.01.2002

Leider, leider, räumt Rezensent Walter Klier - nach eigenem Bekennen ein Bewunderer der nordamerikanischen Literatur - bedauernd ein, muss er von der Lektüre dieser Textsammlung des Drehbuch- und Theaterautors David Mamet abraten. Den hält Klier durchaus für mehr als renommiert, aber mit dieser Sammlung von kleinen Glossen, Randbemerkungen und Geschichten aus dem Leben habe sich Mamet nicht gerade übertroffen. Auch die Übersetzung verstimmt den Rezensenten. Insgesamt seien die Texte zwar nicht übel, so Klier, bieten aber nichts Neues. Und Altbekanntes könne der Leser zuhauf in anderen Büchern besser, feiner, konziser und lustiger nachlesen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.11.2001

Walter Klier verrät, ein Bewunderer der amerikanischen Literatur zu sein und bedauert im selben Atemzug, dass einfach zuviel davon ins Deutsche übersetzt werde. Jedes Jahr, stöhnt er, würden deutsche Buchläden mit einer Flut von mittelmäßigen bis schlechten Büchern aus Übersee überflutet und machten es dem nur über eine begrenzte Aufnahmekapazität verfügenden Literaturliebhaber schwer, die wirklichen Perlen darunter auszumachen. Klier sieht seine Aufgabe als Kritiker darin, dem Leser dabei zu helfen und rät deshalb dringend von der Lektüre von "Ende der Jagdzeit" ab. Es gehört seiner Meinung nach zu den vielen literarischen Ergüssen, bei denen man schon "nach dem dritten Satz" das Gefühl habe, alles schon einmal gelesen zu haben, nur besser, begründet er knapp.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.09.2001

Für Eberhard Falke steht fest, dass der amerikanische Drehbuchautor, Dramatiker, Essayist, Regisseur und Romanautor David Mamet weiß, was er tut und dass er es gerne tut. In seinem Band "Ende der Jagdzeit" jedenfalls lässt sich der berühmte Allround-Schreiber in gut zwei Dutzend Betrachtungen in eigener Sache aus, sei es über das Schreiben mit dem Computer, über Filmproduzenten, das Fernsehen oder über das Kino, informiert der Rezensent. Ganz begeistert ist Falk davon weniger. Am besten, so Falk, sind die Reflexionen Mamets, die in ihrem "launigen Denk- und Schreibstil" an das Schwadronieren an einem feucht-fröhlichen Abend in der Kneipe erinnern - an ein intelligentes Gespräch an der Bar, geführt von einem Disputanten, der sich brummig und brillant zugleich geben kann. Weniger Theorie und mehr praktische Lebenskunst empfiehlt der Rezensent dem Autor, auch wenn er sich damit der Gefahr aussetzt, von ungeliebten Produzenten für den "Hemingway des Lifestyle" gehalten zu werden.
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