Richard Weiner

Kreuzungen des Lebens

Erzählungen, Essays, Feuilletons, Briefe
Cover: Kreuzungen des Lebens
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2005
ISBN 9783421052537
Gebunden, 300 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Ausgewählt und kommentiert von Steffi Widera. Richard Weiner (1884 - 1937) wird der tschechische Kafka genannt. Sein Lebensweg ist dem Kafkas ähnlich, auch seine Sicht auf die Welt, das parabel- und manchmal rätselhafte Erzählen. Seine Themen reichen von Kultur und Judentum bis zur Politik. Die meisten Texte des Bandes erscheinen erstmals auf deutsch, einige waren bisher noch nie veröffentlicht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 26.07.2005

Das hat Richard Weiner nicht verdient, meint Felix Philipp Ingold, der eine Würdigung des tschechischen Schriftstellers zwar wie die Herausgeberin des Auswahlbandes Steffi Widera für überfällig hält, an ihrer Umsetzung aber einiges zu bemängeln hat. Warum setzt man einen zweifellos "starken" Autor wie Weiner durch den "überanstrengten" Vergleich mit dem zeitgenössischen Genie Kafka "ohne Not" herab, fragt sich der Rezensent. Die Auswahl der Texte, Aufsätze, Essays und Briefe kommt ihm zu "disparat" vor, um sich ein bestmögliches Bild des Literaten zu machen. Zudem bemängelt Ingold die zahlreichen Überschneidungen mit früheren deutschsprachigen Sammelbänden, erratische Kürzungen, fehlende Datierungen und das Nachwort Karel Capeks, das Weiner durch "kumpelhafte Herablassung" beleidige. Wenig Ehre für einen Autor, der so "meisterhafte Phantasiestücke" wie "Die Puppendoktoren" verfasst hat, die den Rezensenten durch ihre "völlig eigenständigen Formulierungen" in den Bann gezogen haben.
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