360 Farb- und Schwarzweißabbildungen. Dieses Buch untersucht in welcher Form die Fotografie in den künstlerischen Praktiken seit den 1960er Jahren präsent ist. Das fotografische Bild, das heute sowohl in der Kunst als auch in den künstlerischen Debatten der Gegenwart eine derart zentrale Rolle spielt, braucht beinahe das ganze vergangene Jahrhundert, um diese Position zu erlangen. Obwohl sich die Moderne ausgiebig mit der Fotografie als einer unabhängigen Kunst beschäftigt hat, fingen Künstler, Museen und Galerien erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts damit an, deren gesellschaftlichen Rolle als Medium der Repräsentation zu erforschen.
Vom Beginn der Wahrnehmung von Fotografie als Kunst, initiiert durch den Fotografen Eugene Atget, bis zur heutigen bedeutsamen Postition des Genres reicht die Spannbreite des Kompendiums zu "Kunst und Fotografie" von David Compagny. Rezensentin Brigitte Werneburg lobt die zu Grunde liegende "umfangreiche und penible Bildrecherche", die mit einem "Überblicksessay als stupende Theoriegeschichte" eingeleitet wird. Beispielhaft sei auch die durch kurze Erläuterungen bereicherte Auswahl der Arbeiten, die die Themengebiete Erinnerung und Archiv, Leben und Arbeit, Stadt, Alltag, Natur bis hin zum massenmedialen Bildangebot umfasst. Hilfreich findet die Rezensentin zudem die Künstlerbiografien, die das Buch nicht zuletzt zu einem "echten Nachschlagewerk" machen.
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