Aus dem Englischen von Peter Torberg. Es ist, als habe sich ein Fluch über das Leben von Henry Cage gelegt. Hatte er sich den Ruhestand nach langem, erfolgreichem Berufsleben als Manager einer florierenden Werbeagentur nicht redlich verdient? Doch Cage fühlt sich wie am Ende einer langen Liebe und realisiert, dass auch seine Lieben verheerend endeten. Getrennt von seiner Frau Nessa führt er ein zurückgezogenes Leben im Londoner Familienhaus, spielt abends Jazz und sammelt Romane des frühen 20. Jahrhunderts in Erstausgaben. Komfortabel? Nein. Ein kalter, einsamer Albtraum, der im Licht der nachfolgenden Ereignisse wie ein Idyll erscheint.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.02.2012
Vom Hocker gerissen hat dieser Roman den Rezensenten Xaver Oehmen nicht gerade. Ganz klar, David Abbott kommt zwar aus der Werbung, aber mit seinen 71 Jahren ist er alles andere als ein Beigbeder. In seinem Debütroman erzählt er von dem Henry Cage, der mit genügend Geld in den Ruhestand geschickt wird, wo er seinen bibliophilen Neigungen frönen würde, wenn nicht allerhand ulkige Sachen in seinem Leben passierten. Auf Oehmen hat das "keinen starken Sog" entwickelt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2011
Leicht zu lesen ist dieser späte, in der britischen Heimat des Autors gefeierte Debütroman von David Abbott nach Meinung von Antonia Kurz. Zum Angenehmen der Geschichte um einen verunglückten Ruhestand gehört für sie, dass der Autor sowohl auf typische Erklärungsmuster als auch auf falsches Pathos verzichtet und eine gewisse Dringlichkeit beim Schreiben erkennen lässt. Den herben Auftakt, der den Helden unsanft in die Geschichte stößt, wie auch die ein oder andere Szene von erheblicher Grausamkeit in diesem Buch, kann Kurz durchaus wegstecken.
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