Anleitung zur visuellen Verführung. Eine Entdeckungsreise in die alltägliche Welt der Wahrnehmung, mit nicht alltäglichen Beispielen aus Werbung und Grafikdesign
Hermann Schmidt Verlag, Mainz 2005
ISBN
9783874396813 Gebunden, 274 Seiten, 68,00
EUR
Mit 500 farbigen Abbildungen. Überflutet von Informationen und wenig bereit, sie aufzunehmen ... Wie bekommen Kreative die so gestimmten Verbraucher dazu, hinstatt wegzusehen? Kennen Sie das? Sie sehen etwas im Vorbeigehen. Nicht bewusst. Aber plötzlich müssen Sie noch mal hinsehen. Da stimmt was nicht. Aber was? Dieser zweite Blick ist freiwillig. Er ist aktiv und beinahe lustvoll. Der zweite Blick ist das Geheimnis erfolgreicher visueller Kommunikation. Uwe Stoklossa kennt die Geheimnisse hinter dem zweiten Blick. Und er gibt Ihnen Einblick in dieses Wissen. Einerseits anhand unzähliger mit Akribie gesammelter Beispiele, die er für Sie strukturiert und analysiert hat. Andererseits mit fachlich fundierten und dennoch spannend und leicht zu lesenden Texten über Wahrnehmung, optische Tricks und Täuschungen. Sie werden mehr als den erwähnten zweiten Blick in dieses Buch werfen. Sie werden derart sensibilisiert zunehmend Blicktricks um Sie herum entdecken, erkennen, durchschauen und automatisch selbst anwenden. Man wird Ihnen hinterherschauen. Zumindest Ihrer Arbeit. Sie werden zum Sehen verführen! Wen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.12.2005
Erhellend findet Thomas Meder dieses Buch über die visuellen Tricks der Werbung, das Uwe Stoklossa vorgelegt hat. Er charakterisiert das Buch als ein Konzentrat dessen, "was gedruckte Werbung aufregend macht". Der Autor habe zigtausend Anzeigen gesichtet und seine Funde in zehn Kapitel angeordnet, um einen Weg durch den Werbedschungel zu schlagen. Den vielen Bildern folge ein anregender Textteil. Hier mache Stoklossa deutlich, dass unser Auge ein Organ ist, auf das wir uns gegen alle Evidenz besser nicht verlassen sollten. Angesichts der Sammelleistung seines Verfassers wiegen für Meder die Schwächen des Buches nicht allzu schwer. Allerdings hebt er hervor, dass der Autor seinem Satz, "Sämtliche Phänomene (der präsentierten Anzeigen) funktionieren ganz automatisch, ohne Vorbildung und ohne Hintergrundwissen", selbst andauernd widerspricht. Nichtsdestoweniger fällt das Urteil positiv aus: "Ein Buch, das beim Durchblättern der eigenen, verbildeten Wahrnehmung zur Lehre werden kann."
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