David A. Graham

Der Masterplan der Trump-Regierung

Project 2025: Wie ein radikales Netzwerk in Amerika die Macht übernimmt
Cover: Der Masterplan der Trump-Regierung
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2025
ISBN 9783103977455
Paperback, 192 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen Stephanie Singh. Vor der Präsidentschaftswahl 2024 verbreitete sich die Nachricht über das Project 2025 von der ultrarechten Heritage Foundation. Trump wies jede Verbindung dazu von sich. Doch seit Tag eins seiner zweiten Amtszeit führt er in erschreckender Präzision aus, was dieser Masterplan vorgibt. Der Journalist David A. Graham schlüsselt die radikale Strategie auf und zeigt, was konkret geplant ist u.a. in Bezug auf Bildung,  Gleichberechtigung, Handel und Zölle sowie Außenpolitik. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2025

Wie beeinflusst das sogenannte "Project 2025" die Politik der Trump-Regierung? Damit beschäftigt sich laut Rezensentin Tatjana Heid dieses Buch David A. Grahams und es kommt zu dem Schluss, dass die von konservativen Think Tanks erdachte Strategie einer gesellschaftspolitischen Wende in den USA von Trump und dessen Mitstreitern ziemlich konsequent umgesetzt wird. Das Hauptziel der Köpfe hinter dem "Project 2025" besteht darin, die Familie in ihrer traditionellen Form als gesellschaftliche Norm zu stärken, alles andere wird diesem Zweck untergeordnet. Dazu gehören die Schwächung des Bildungsministeriums und der Abbau der Rechte von Transpersonen - allesamt Teile der gesetzgeberischen Agenda Trumps, stellt Heid fest, die freilich darauf hinweist, dass andere Aspekte seiner Politik, etwa seine Vorliebe für Zölle, nicht unbedingt im Sinne der Project 2025-Denker sind. Dennoch hält die Rezensentin Grahams These, dass Trumps zweite Amtszeit, anders als die erste, nicht von Chaos und Willkür, sondern von einem konservativen Masterplan bestimmt wird, für stichhaltig und wie der Autor ist auch Heid der Ansicht, dass diese Entwicklung extrem beunruhigend ist. Insofern verrät uns dieses Buch einiges über den aktuellen Zustand der USA, schließt der Kritiker. 

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 28.06.2025

Rezensentin Katja Ridderbusch ist beunruhigt von David A. Grahams Buch. Der Journalist analysiert darin das sogenannte "Project 2025", ein Programm-Papier, das im letzten Jahr von einer konservativen Organisation (Heritage Foundation) vorgelegt wurde - und das nun auffällig viele Parallelen zur Politik Trumps aufweist, obwohl dieser bezeugte, nichts mit dem Papier zu tun zu haben. Trotzdem sei einiges schon umgesetzt aus dem Dokument, das unterm Strich auf einen "Umbau" des Regierungsapparats zugunsten einer übermächtigen Exekutive hinausläuft, wie Graham der Kritikerin deutlich macht: avisiert werde darin etwa ein Dekret, das den Entlassungsschutz für Beamte aufhebt, oder eine Neustrukturierung des eigentlich teilweise autonomen Justizministeriums, die es zum "Handlanger" des Weißen Hauses machen würde. Wie Graham diese Vorhaben und das grundierende konservative Wertesystem analysiert, findet Ridderbusch "kompakt, präzise und schnörkellos" - eine gleichermaßen "erhellende wie beunruhigende" Lektüre, schließt sie.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.05.2025

Wer mehr über das Project 2025 der christlich-konservativen Trump-Unterstützer erfahren will, der wird David A. Grahams Buch mit Gewinn lesen, versichert Rezensent Matthias Kolb. Graham beschreibt in Kolbs Darstellung, wie eine von Kevin Roberts, Russell Vought und Paul Dans angeführte Gruppe christlicher Rechter ein dickes Handbuch erstellt und andere Vorbereitungen - unter anderem eine Schulungsprogramm - getroffen haben, um sicherzustellen, dass die Trump ihre radikale Agenda in den ersten zwei Jahren seiner Amtszeit durchsetzen kann. Es geht um den Abbau von Gewaltenteilung und mehr Macht für den Präsidenten und gesellschaftlich um eine Rückkehr in die Vergangenheit, den Abbau von Minderheitenrechten, die Orientierung an religiösen Wertung und eine strikte definitorische Trennung der Geschlechter. Vieles, was hier zu lesen ist, macht dem interessierten Rezensenten Angst, gleichzeitig jedoch verweist er darauf, dass am Ende Trump, der das Handbuch sicherlich nicht gelesen hat, alleine entscheidet.

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