Herausgegeben von Norbert Elsner und Gerd Lüer. Jede Zeit hat sich ihr Bild vom Gehirn gemacht und die Frage gestellt, ob aus den Mechanismen seiner Funktionen Geist und Bewußtsein zu erklären seien und ob man seine Leistungen maschinell nachahmen könne. In diesem Band stellen namhafte Vertreter der Philosophie, Neurobiologie, Psychiatrie, Neurologie, Psychologie und Musikwissenschaft, den ganzen Facettenreichtum moderner Hirnforschung vor. Dabei werden philosophische und erkenntnistheoretische Aspekte ebenso behandelt wie biologische und medizinische Fragen. Ferner werden moderne bildgebende Verfahren vorgestellt, die sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der Klinik von besonderer Bedeutung sind. Weitere Themen sind die Leistungen des Gehirns bei Sprach- und Musikerkennung sowie die Erfahrungsbildung und ihre neurobiologischen Grundlagen. Mit Beiträgen von Günther Patzig, Norbert Elsner, Jens Frahm, Eckart Altenmüller, Gerald Huether, Martin Heisenberg, Dietrich Dörner, Gerhard Roth, Gerd Lüer und Hans-Joachim Fritz.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.09.2000
Ganz beeindruckt ist der Rezensent mit dem Kürzel lx. von Norbert Elsners Arbeit über die medizinischen Verortungen der menschlichen Seele von Aristoteles bis Thomas Mann, denn die Seele ist im Laufe der Geschichte in den verschiedensten Körperteilen angesiedelt worden. Wohl deswegen befasst er sich in der Rezension ausschließlich mit diesem Aufsatz. Die sonstigen Beiträge des Bandes "Das Gehirn und sein Geist" erwähnt er nur kurz und sagt "dass sie ein breites Spektrum" abdecken, von der Philosophie über Medizinisches bis zur Musikwissenschaft.
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