Aus dem Italienischen von Karl Bartsch. Mit Illustrationen auf 96 Farbtafeln von Sandro Botticelli. Dantes Komödie, von Boccaccio die göttliche genannt, steht an der Schwelle von Mittelalter und Neuzeit. Die auf der imaginären Bühne dieser epischen Dichtung entfalteten Allegorien totalisieren eine Welt, die ihrer abschließenden Deutung harrt. Seine Komödie enthalte nicht weniger die Wahrheit als das Buch der Bücher. Doch diese Wahrheit bleibe dem Leser wie auch dem Autor selbst verborgen, man könne sich ihr nur annähern. So jedenfalls resümiert Dante an anderer Stelle die Grundprinzipien zeitgenössischer Bibelexegese: die Lehre vom vierfachen Schriftsinn. Selbstbewusst erkennt Dante darin auch den Schlüssel für die Lektüre seiner Komödie. Der Philologe Dante fordert die Philologen heraus, weshalb auch hier das Wagnis unternommen wird, die verschollene Übertragung eines großen Gelehrten des 19. Jahrhunderts zugänglich zu machen. Die Arbeit von Karl Bartsch (1877) erschließt wichtige Bedeutungsschichten des Werkes und dokumentiert damit zugleich eine wichtige Epoche philologischer Forschung.
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