Daniel Kahneman

Schnelles Denken, langsames Denken

Cover: Schnelles Denken, langsames Denken
Siedler Verlag, München 2012
ISBN 9783886808861
Gebunden, 640 Seiten, 26,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt. Wie treffen wir unsere Entscheidungen? Warum ist Zögern ein überlebensnotwendiger Reflex, und was passiert in unserem Gehirn, wenn wir andere Menschen oder Dinge beurteilen? Daniel Kahneman zeigt anhand ebenso nachvollziehbarer wie verblüffender Beispiele, welchen mentalen Mustern wir folgen und wie wir uns gegen verhängnisvolle Fehlentscheidungen wappnen können.
Geldhändler, die ganze Bankenimperien ruinieren; Finanzmärkte, die außer Rand und Band sind; Kleinanleger, die ihr Erspartes in Aktien anlegen, ohne je den Wirtschaftsteil einer Zeitung gelesen zu haben: Wer in diesen Zeiten noch an den Homo oeconomicus als rational agierendes Wesen glaubt, dem ist nicht zu helfen. Daniel Kahneman liefert eine völlig andere Sichtweise, die nah am wirklichen menschlichen Verhalten orientiert ist und die Wirtschaftsakteure nicht als berechenbare Roboter betrachtet. Sein Fazit: Wir werden niemals immer und überall optimal handeln, wichtige Entscheidungen bleiben unsicher und fehleranfällig. Doch gibt es viele alltägliche Situationen, in denen wir die Qualität und die Folgen unseres Urteils entscheidend verbessern können.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.05.2012

Uwe Jean Heuser sieht mit diesem Buch nicht nur unser Bild vom Markt ins Wanken gebracht, auch das Menschenbild wackelt gewaltig, wenn der Ökonom und Psychologe Daniel Kahnemann anhebt, unsere Rationalität in Frage zu stellen. Das Buch findet Heuser lang, aber nie langweilig, ein bisschen scharf und pedantisch, aber stets getragen von Sympathie für den Menschen in seinen Verhältnissen. Heuser erfährt, wie wir denken und welchen Wahrnehmungsfehlern unser Denken unterliegt, aber er erfährt auch, und das ist doch besonders sympathisch, dass der Autor, ein Nobelpreisträger immerhin, sich da nicht ausnimmt, sondern stets auf der Suche ist nach den Grenzen der eigenen Forschung.

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