Wissen motiviert unsere Entscheidungen, die wir unter Anreizen und Beschränkungen treffen, die Wirtschaft, Gesellschaft und Politik vorgeben. Aber wie läuft dieser Entscheidungsprozess ab? Wie wirken sich die Anreize und Schranken seitens Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auf ihn aus? Und welche Folgen hat es, wenn Letztere das Wissen und die Entscheidungsprozesse verzerren? Laut Thomas Sowell führen Entscheidungsprozesse nur dann zum Wohl des Einzelnen und der Gesellschaft, wenn 'prospektiv' gerichtetes und unverzerrtes Wissen zur Wirkung kommt, weil 'retrospektiv' geartetes Wissen nur kategorische Entscheidungen zulässt, nicht aber jene systemischen und inkrementellen Entscheidungen, die der Komplexität des gesellschaftlichen Lebens besser gerecht werden als ihre kategorische Alternative.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.08.2021
Rezensent Roland Vaubel lobt die Übersetzung von Hardy Bouillon. Das erstmals 1980 erschienene Buch des Ökonomen Thomas Sowell besticht laut Vaubel durch die "Sonderstellung" seines Autors als schwarzer Kritiker des amerikanischen Wohlfahrtsstaates. Wie Sowell die linke intellektuelle Elite für ihre Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit geißelt und dagegen das "solide Fundament" der Marktwirtschaft ins Feld führt, findet Vaubel weiterhin lesenswert. Wenn der Autor wie Hayek den Begriff der "sozialen Gerechtigkeit" kritisch betrachtet und die Freiheit der "einfachen Leute" gegen die Ideen der Intellektuellen und Regierenden verteidigt, kommt Vaubel ins Nachdenken.
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