Jürgen Rüttgers entwirft in diesem Buch Grundlagen einer neuen Politik: Wo wir heute stehen. Herausforderungen unserer Zeit. Die Basis unserer Gesellschaft. Was muss bleiben, was muss sich ändern. Die Grundlagen weitsichtigen politischen Handelns. Wie es weitergehen wird.
Für Warnfried Dettling steht dieses Buch des CDU-Spitzenkandidaten Jürgen Rüttgers ganz im "Trend" und er sieht darin einen "Konservatismus light" vertreten, der für ihn einen "Klimawechsel" in Deutschland dokumentiert. Wenn die Zeiten schwierig und unsicher sind, wird die "politische Rhetorik markanter", stellt der Rezensent etwas spöttisch fest und er betont, dass Rüttgers in seinem Buch mit dem so "anspruchsvollen wie selbstbewussten Titel" zwar "eindeutige Antworten" auf allgemeine Fragen" ausgibt, im Konkreten allerdings vage bleibt. Während er die Vorschläge des CDU-Politikers für eine "neue soziale Ordnungspolitik" oder den Hinweis, dass bloßes Sparen noch keine Reformen bedeute, durchaus wertzuschätzen weiß, hat er im "Politik- und Gedankengebäude" Rüttgers viele Widersprüche gefunden, die er allerdings weniger Rüttgers selbst, als der veränderten Zeit, die Ulrich Beck als "Sowohl-als-auch"-Zeit apostrophiert hat, anlasten will. Ein bisschen wundert sich Dettling über die wertkonservative Haltung, die der als "liberal und sozial " bekannte Rüttgers hier vertritt, denn auf der "Handlungsebene" erweist er sich nach Meinung des Rezensenten als durchaus "moderat und umsichtig". Dann aber erklärt er sich diesen Umstand damit, dass in Zeiten wie den unsrigen nach "sicheren Fundamenten" gesucht wird, die der Autor hier zu bieten versucht.
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