Daniel Hope

Familienstücke

Eine Spurensuche. Mit Susanne Schädlich
Cover: Familienstücke
Rowohlt Verlag, Reinbek 2007
ISBN 9783498063917
Gebunden, 319 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Es gab eine Villa in Berlin-Dahlem, die Ribbentrop okkupierte. Es gab einen irischen Urgroßvater, der als junger Soldat während des zweiten Burenkrieges mittellos nach Südafrika ging und es bis zum Bürgermeister brachte. Es gab eine Fabrik in Deutschland, die von einem Ururgroßvater und Emil Rathenau gegründet wurde. Es gab eine Farm in Afrika, auf der die Urgroßmutter, verjagt aus Deutschland, Hühner züchtete. Und es gab Eltern, die Südafrika 1975 zur Zeit der Apartheid verließen. Daniel Hope erzählt die Lebenswege seiner weitverzweigten Familie, deren Schicksale das dramatische 20. Jahrhundert widerspiegeln. Nebenbei berichtet der britische Geigenvirtuose von sich selbst von der Kindheit in London in unmittelbarer Nähe zu seinem "musikalischen Großvater" Yehudi Menuhin, von seinem Werdegang bis hin zu seinen zahlreichen Begegnungen und seiner Zusammenarbeit mit herausragenden Künstlern weltweit.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2007

Gespannt ist Rezensent Wolfgang Schreiber der Suche Daniel Hopes nach seiner weit verzweigten Familie gefolgt. Er bescheinigt dem berühmten Geiger und seiner Co-Autorin Susanne Schädlich, die Geschichte von Hopes irischen, britischen, jüdischen und deutschen Vorfahren in "nüchern-aufrichtigen" Ton, mit "Erzählfantasie" und "Charme" zu schildern. Schreiber hebt die Kapitel über Hopes jüdische Urgroßeltern in Berlin hervor, die für ihn die Verhältnisse vor und während der Nazizeit authentisch vergegenwärtigen. Nebenbei hat er in dem Buch auch noch eine Menge über Hopes musikalischen Weg, seine Kollegen, Künstler und Komponisten erfahren.
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