Roadtrip durch eine Nation im Wandel.Amerika erfindet sich neu, inmitten von Opiumkrise, Geschlechterkampf und Rassendiskriminierung. Temporeich erzählt Daniel C. Schmidt von Schülern, die zu Aktivisten gegen die Waffenlobby wurden, Amerikanerinnen wie der Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez aus der Bronx, die gegen das Establishment kämpfen, und illegalen Einwanderern, die in den USA ein neues Zuhause suchen. Das flirrende Porträt einer polarisierten Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.06.2020
Die baldigen Wahlen in den USA bescheren dem deutschen Buchmarkt eine weitere Flut von Büchern über die Lage der Nation unter Donald Trump. In einer Mehrfachbesprechung kann Viola Schenz die Reportagensammlung des Journalisten Daniel Schmidt empfehlen, der ihrer Ansicht nach vor allem auch Trump-Wähler vorurteilslos gegenüber tritt. Positiv rechnet sie ihm zudem an, dass er sich kritisch mit Hillary Clintons arrogantem Wahlkampf auseinandersetzt, in dem die weißen alten Kohlearbeiter m it ihren Staublungen höchstens als "Deplorables" eine Rolle spielten. Dass Schmidt sich dabei immer wieder etwas wichtigtuerisch in den Vordergund spiele, schlägt bei ihr allerdings negativ zu Buche.
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