Aus dem Hebräischen und mit einem Nachwort von Anne Birkenhauer.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.12.2003
Kurt Kreiler fühlt sich offensichtlich angesprochen von den "tageshellen Deklinationen des Schweigens", als welche er die Gedichte des israelischen Lyrikers Dan Pagis bezeichnet. Pagis stammt ursprünglich aus der Bukowina/ Rumänien, überlebte die Judenverfolgung und gelangte 1947 nach Palästina, füttert uns der Rezensent mit Informationen zu dem hierzulande unbekannten Autor. Kreilers Rezension ist gespickt mit Zitaten dieser Gedichte, die für ihn vom "Nicht-mehr ins Noch-nicht, aus dem Tod ins Leben, aus dem Raum in die Zeit" reichen. Der Leser müsse die Gedichte denkend mitvollziehen, verlangt Kreiler, nur so erklinge in ihnen Pagis' "Musik des Denkens", erhelle sich jene Ab- und Tiefgründigkeit, die sich auf dem Umweg über die Metapher ins Leben rettet, wie der Rezensent ergriffen schreibt.
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