Dan Brown

Inferno

Roman
Cover: Inferno
Lübbe Verlagsgruppe, München 2013
ISBN 9783785724804
Gebunden, 685 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Axel Merz und Rainer Schumacher. Dan Browns neuer Thrillers "Inferno" markiert Robert Langdons Rückkehr nach Europa. Der Symbolforscher aus Harvard wird in Italien mit Geheimnissen, Rätseln und einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes "Göttlicher Komödie". Und je intensiver Robert Langdon die immer gefährlicher werdende Spur verfolgt, umso deutlicher zeichnet sich die bedrohliche Erkenntnis ab, was Dantes Werk für die Gegenwart und Zukunft bereithält.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.05.2013

Freimütig bekennt Ijoma Mangold, dass er um Dan Brown bis dato einen dünkelhaften Bogen gemacht hat, "Inferno" ist sein Erstkontakt mit Robert Langdon & Co. Und der Rezensent muss gestehen, dass er sich bei der Lektüre prächtig amüsiert hat, wenn auch "natürlich unter meinem Niveau". Die Schnitzeljagd, in der, der "Poetologie des Geistesblitzes" folgend, ein obsessiver Dante-Spezialist den Renaissance-Kenner Langdon um das Schicksal der Menschheit rätseln lässt, ist von unwiderstehlicher Hingabe fürs Bildungsbürgertum geprägt, so der hingerissene Rezensent, der darüber gerne über logische Schwächen und wohlfeile erzählerische Tricks hinwegsieht. Die Liebe zu Boticelli, Brunelleschi, Boccaccio und dem Florenz der Medici versöhnt Mangold mit dem unerhörten Erfolg von Dan Browns Thriller-Reihe: "Der Untergang des Abendlands sieht anders aus".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.05.2013

Sagen wir es klar und deutlich: Lothar Müller gefällt der neue Dan Brown überhaupt nicht. Müllers Erklärung dafür ist allerdings bemerkenswert. Nicht dass Brown nur sprachliches Mindestniveau liefert, ist der Grund, das nimmt Müller leidenschaftslos hin. Der wahre Grund ist der Tweed. Tweed und Mickey Mouse nämlich sind laut Müller die Hauptkoordinaten des Geschäftsmodells von Brown bzw. Browns Figur Robert Langdon. Will heißen, durch die Vereinigung von James Bond, Sherlock Holmes und Popkultur schafft Brown den Kulturthriller. Und genau das geht laut Müller in diesem Buch schief. Indem der Autor leichtsinnig Bond und Mickey Mouse links liegen lässt, stattdessen Dante als Steinbruch benutzt und keinen anständigen Plot abliefert, sondern: Stangenware, keinen Tweed.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.05.2013

Schamesröte treibt Dan Browns neuer Superroman Andreas Platthaus ins Gesicht, wenn der Autor selbstironisch ins Peinliche abgleitet und das iPhone besingt oder das E-Book, zu dessen größten Belieferern Brown gehört. Über das Großereignis mit konzertierter Schnellübersetzung kann Platthaus indes schmunzeln, zumal Brown-Leser ja bekanntlich weniger auf die Sprache aus sind als auf Spannung. Die wieder liefert der Autor laut Platthaus durch Auslegen von Spuren und Verfolgungsjagden in Florenz, was das Buch für den Rezensenten praktischerweise zum brauchbaren Kulturführer macht; seitenweise Architektur, Kunst und Geschichte, schreibt er. Damit der vierte Langdon-Roman auch funkt, und hier sieht Platthaus seinen persönlichen Geschmack durchaus getroffen, mixt Brown Dante auch noch mit transhumanistischen Themen!
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