In der Stadtkirche von Zungen an der Nelda wird zu Füßen der Marienstatue eine Blutlache entdeckt: Ein Serientäter kündigt damit seine brutalen Frauenmorde an. Der Künstler und ehemalige Kommissar Alexander Swoboda, der in der Kirche ein Fenster gestalten soll, wird gegen seinen Willen in die Ermittlungen hineingezogen. Die Fundorte seiner Opfer gibt der Mörder in rätselhaften Videospielen preis. Der Schlüssel zu deren Lösung liegt offenbar in Dantes Dichtung "Die Göttliche Komödie". Swoboda begreift, wie sich die Gegenwart des Todes mit einer Bluttat in der Vergangenheit verbindet - und bringt mit der Aufklärung der Mordserie das Geheimnis einer einflussreichen Familie ans Licht ...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.07.2012
Einen etwas zwiespältigen Eindruck hat Gert Heidenreichs Krimi "Mein ist der Tod" bei Kristina Maidt-Zinke hinterlassen. Da ist vieles, was sie zu schätzen und zu goutieren weiß: der wunderbar orignielle Ermittler Swoboda, die Darstellung der bayerischen Provinz, eine gediegene Sprache. Auf der anderen Seiten missfällt ihr, dass Heidenreich wie schon in den beiden Vorgängern einen Mörder losschickt, der von einer Wahnidee besessen ist. Außerdem passen das intellektuelle Moment dieses Krimis und die Darstellung von "krass unappetitlichen Tatschilderungen" für sie nicht so recht zusammen. Schließlich kritisiert sie, dass der Auto Passagen eines Tagebuchs des Täters einschiebt, wodurch der Mann frühzeitig verraten wird, was sich nagativ auf die Spannung auswirkt.
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