Die Idee der europäischen Integration hatte nicht erst nach 1945 Konjunktur in Deutschland. In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts war Europa ein Anliegen rechter Intellektueller, die unter dem Schlagwort von der Rettung des Abendlandes radikal mit den Denktraditionen der westlich aufgeklärten Moderne brachen. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Abendlandmodelle katholischer und prostetantischer Akademiker, die während der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges für ein antiliberales Europa kämpften.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.02.2003
Frank-Rutger Hausmann lobt diese Studie zur Geschichte des Begriffs "Abendland" unter christlichen Akademikern zwischen 1900 und 1945 als "fesselnd geschrieben". Der Rezensent betont, dass zwar geografische jedoch keineswegs inhaltliche Einigkeit über den Begriff bestand. Deshalb hat ihm die Analyse der Autorin "Erkenntnisgewinn" beschert, auch wenn er bedauert, dass sie weder die "Vorgeschichte" noch die spätere Entwicklung des Bedeutungsfeldes untersucht. Trotzdem lobt er das Buch für seine erhellende Darstellung, wobei er betont, dass auch das "Lesevergnügen" nicht zu kurz kommt.
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