Tausende sind es jedes Jahr in Deutschland, und man weiß nichts über sie. Sie waren laue oder gläubige Christen, überzeugte Linke oder Grundkonservative, arrivierte Akademiker oder Arbeiter, Atheisten oder einfach auf der Suche nach dem Sinn des Lebens: die Frauen und Männer, die jedes Jahr zum Islam konvertieren. Was treibt sie an? Und was bedeutet es für unsere Gesellschaft? Cornelia Filter schreibt die erste Reportage über eine markante Minderheit und zeigt, wie sie wirklich denkt, glaubt und lebt. "Ich musste mein vorgefasstes Bild von diesen Männern und Frauen oftmals revidieren", sagt die renommierte Journalistin. Die Wirklichkeit der muslimischen Konvertiten in Deutschland ist anscheinend vielschichtiger als wir bisher wussten.
Hilal Sezgin ist überaus angetan von Cornelia Filters Reportage zum islamischen Glauben. Die frühere "Emma"-Redakteurin, erfahren wir, ist durch Deutschland gereist und hat zahlreiche Gespräche geführt mit muslimischen Konvertiten, mit Imamen ebenso wie mit muslimischen Feministinnen. Auf diese Weise, findet Sezgin, bietet das Buch einen guten Einblick in die verschiedenen muslimischen Milieus, wenngleich es keinen Anspruch der Repräsentativität erhebt. Zudem werden politische Hintergründe erläutert, es wird erzählt von Islamophobie und dem Abbau von Vorurteilen und die Kommentare, freut sich die Rezensentin, werden sauber von den Selbstdarstellungen der Interviewten getrennt. Sezgin lobt die Offenheit der Autorin und ihre Bereitschaft, eigene Einstellungen zu revidieren, und erkennt in dem Buch "das seltene Beispiel einer rundum geglückten Reportage".
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