Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.02.2002
Michael Stolleis zeigt sich recht erfreut von dem von Clemens Jabloner und Friedrich Stadler herausgegebenen Band "Logischer Empirismus und Reine Rechtslehre", der mehr als ein Dutzend Aufsätze von Philosophen und Juristen versammelt. Im Zentrum des Interesses stehen dabei Rekonstruktion und Vergleich der Theorien des Wiener Kreises und der Hans Kelsen-Schule. Beide hatten sich ein Maximum an Klarheit, Widerspruchsfreiheit, Objektivität und Überprüfbarkeit von Aussagen auf ihr Banner geschrieben, um der Philosophie beziehungsweise der Rechtslehre die Metaphysik auszutreiben. "Ungemein lesenswert" findet der Rezensent die meisten Aufsätze und lobt insbesondere den von "herausragender Sachkenntnis" geprägten Beitrag von Stanley L. Paulson, der Carnaps "Der logische Aufbau der Welt" und Kelsens "Reine Rechtslehre" einem Vergleich unterzieht. Leider fehle dem Band eine "Individual- und Sozialgeschichte dieser Theorien", kritisiert Stolleis. Nichtsdestoweniger und alles in allem: ein "Tagungsband, der sich lohnt".
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…