Klappentext

Aus dem Englischen von Eva Bonné. Sie lässt alles hinter sich - Freund, Job, Karriere - und zieht in ein kleines irisches Küstendorf. Claire-Louise Bennett zeichnet das Porträt einer jungen Frau, die allein in einem hundert Jahre alten Steincottage lebt - mitten in der Natur, abseits von den Zwängen der Gesellschaft. Ein Rückzug, der die Wahrnehmung schärft und den Blick auf die Welt verändert, dem Profanen eine besondere Schönheit entlockt. Claire-Louise Bennett beschreibt ihren Alltag und zeigt, wie kleine Dinge mit einem Mal eine ungeahnte Tiefe gewinnen, wenn man auf alles Überflüssige verzichtet und die Welt auf sich wirken lässt.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 28.04.2018

Fasziniert hat sich Rezensent Richard Kämmerlings von der überbordenden Fantasie in Claire-Louise Bennetts Debütroman "Teich" verschlingen lassen. Als Roman möchte er das Buch, das zwischen "hyperrealistischem Beschwören" a la Peter Handke und dem Fragmentarischen von Tom Espedal switchend mehr auf Stimmung als auf Plot setzt, zwar nicht bezeichnen. Macht aber nichts, meint Kämmerlings, denn die Geschichte um die junge Ich-Erzählerin, die bereits an verschiedenen Lebensstationen gescheitert ist, sich in eine Garten zurückzieht, den sie amokartig umpflügt und der eigenen Aggression und Todessehnsucht Herr zu werden versucht, besticht vor allem durch "Imagination". Und so kann er Bennetts "Lebensfrühjahrsputz" unbedingt empfehlen.