Cid Corman

Cid Corman wurde 1924 in Boston geboren. Der japanischstämmige Amerikaner startete in Boston ein Radioprogramm, in dem er Lyriker wie Archibald MacLeish, Stephen Spender, Pierre Emmanuel und Robert Creeley vorstellte. Danach gründete er die Zeitschrift "Origin", deren beide ersten Ausgaben Charles Olson und Robert Creeley gewidmet waren, Nummer 3 stellte Wallace Stevens vor. Autoren wie Denise Levertov, Robert Duncan, Louis Zukovsky, Larry Eigner, George Oppen, Paul Blackburn oder Gary Snyder, um nur einige zu nennen, wurden in 30 Jahren bedacht. In Heft 11 wurde Artauds 'Le theatre et son double' zum ersten Mal in umfassenden Auszügen vorgestellt.
In den fünfziger Jahren lebte Cid Corman sieben Jahre in Frankreich, wo er Char, Jaccottet und Ponge übersetzte. Dann zog er nach Italien und 1963 nach Japan. Corman schrieb Gedichte, arbeitete als Herausgeber, Übersetzer und Kritiker und veröffentlichte über einhundert Bücher. Cid Corman starb 2004 in Kyoto. (Von Volker Frick)

Cid Corman: Sun Rock Man / Sonne Fels Mensch.

Verlag im Wald, Rimbach 2004
Aus dem Amerikanischen von Rüdiger Fischer.