Aus dem Englischen von Michael Müller. Durchgehend farbig illustriert. Eine Reise durch Raum und Zeit tritt an, wer mit Christopher de Hamel den Spuren zwölf bedeutender mittelalterlicher Handschriften folgt. Im Zwiegespräch mit diesen Kostbarkeiten und ihrem wechselvollen Schicksal entfaltet sich ein Jahrtausend Geschichte. Ob das geheimnisvolle Stundenbuch der Königin von Navarra oder das Book of Kells - der Leser und Betrachter begegnet Herrschern und Heiligen, Künstlern und Dieben, Bibliothekaren und Sammlern, einer verschworenen Gemeinschaft von Gelehrten, die den Weg der Handschriften beeinflussten. Und wird Zeuge, wie sie behütet und gestohlen, versteckt und wiederentdeckt wurden. Wie sie verwickelt waren in Tragödien voller Leidenschaft und Gier, in kirchliche oder politische Ränke und zu Symbolen für Schönheit, Luxus und nationale Identität aufstiegen. De Hamel entwirft ein glanzvolles Epos um Kunst, Glauben und Macht, wie es sich im Zauber zwölf faszinierender Handschriften manifestiert.
Rezensent Micha Brumlik hinterlässt die Lektüre von "Pracht und Anmut" zugleich glücklich und sorgenvoll: Einerseits hat das Buch über zwölf mittelalterliche Handschriften ihn mit seiner spannenden Schilderung der Geschichte von Codizes wie dem "Spinola-Stundenbuch" aus dem 15. Jahrhundert und der prächtigen Bebilderung erfreut. Andererseits stimmt es ihn melancholisch, dass die Symbolkraft der Schrift heutzutage vor allem durch die Digitalisierung verlorenzugehen scheint. Der Bibliothekar Christopher de Hamel hat dem Kritiker zufolge eine "spannende Synthese von Kunstgeschichte, Reiseerzählung und Detektivroman" geschaffen. Dank seiner Vergegenwärtigung der zwölf Handschriften glaubt der Rezensent verstanden zu haben, welchen immensen Stellenwert ein Buch wirklich einmal haben konnte.
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