In 50 Jahren (1955 - 2005) entstand ein Werk von annähernd 2.000 Radierungen sowie Holzschnitten, das nun zum ersten Mal umfassend in einem Werkverzeichnis abgebildet wird. Mit der Herausgabe dieses Verzeichnisses der Druckgrafik wird neben dem erzählerischen, lyrischen und essayistischen Werk auch die große Bedeutung des Bildnerischen Werks von Christoph Meckel dokumentiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2012
Walter Hinck berichtet von seinen Erfahrungen mit Christoph Meckels "Weltkomödie". 1957 begonnen erscheint das Werk Hinck als monumentaler Versuch, das Bildepos wiederaufleben zu lassen und ein universales Bild menschlicher Natur und Geschichte in die Welt zu setzen. Motive und Gestalten aus antiken Mythen oder Brechts Lyrik entdeckt Hinck in dem Band, zu Balladen und Poemen fremder Dichter wie zum eigenen dichterischen Schaffen. Überzeugt scheint der Rezensent von Meckels Fähigkeit, menschliche Gefühle und Verhaltensweisen grafisch zu vermitteln, Freude, Leid, Wollust und ihr nahes Beieinander. Das ist nicht immer erbaulich, warnt der Rezensent, und braucht Pausen beim Betrachten. Sonst, so Hinck weiter, wird einem noch Schwarz vor Augen, beim Betrachten der Holzschnitte jedenfalls.
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