Christoph Buchwald (Hg.)

Jahrbuch der Lyrik

Die schönsten Gedichte aus 25 Jahren
Cover: Jahrbuch der Lyrik
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783100096531
Gebunden, 411 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Seit einem Vierteljahrhundert dokumentiert das Jahrbuch das zeitgenössische Gedicht, sammelt, sichtet, kommentiert und begleitet mit kritischem und klugem Auge die jeweils aktuellen Entwicklungen. So ist im Laufe der Jahre eine Literaturgeschichte der Poesie entstanden. Dieses Standardwerk verdankt sich einer innovativen Herausgeberschaft. Während Christoph Buchwald, der vom ersten Band an das "Jahrbuch der Lyrik" begleitet, für die Kontinuität im Wandel der Zeiten steht, prägen die jährlich wechselnden Mitherausgeber jeweils eigene literarische Schwerpunkte. Die Namen dieser Mitherausgeber gehören zu den renommiertesten der deutschsprachigen Lyrik: Harald Hartung, Joachim Sartorius, Robert Gernhardt, Marcel Beyer, Raoul Schrott, Michael Krüger, Michael Lentz, Silke Scheuermann und andere. Diese Herausgeber stellen den Jubiläumsband vor: Sie wählen die besten, interessantesten, revolutionärsten und haltbarsten Gedichte aus fünfundzwanzig Jahren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2008

Alle Jahre wieder nimmt Sandra Richter das Lyrikjahrbuch zur Hand. Diesmal findet sie es besonders gelungen. Der ethnologische Blick der Herausgeber Christoph Buchwald und Ulf Stolterfoht macht's. Der Rezensentin erhellt beziehungsweise verfremdet er allzu Bekanntes, konzentriert aufs Elementare, aufs Wesentliche, so Richter: die Lyrik. Konkret sind das etablierte Autoren, wie Marcel Beyer, Ulrike Draesner, Kerstin Hensel oder Lutz Seiler, dessen Beitrag sie insbesondere überrascht hat. Aber auch weniger Bekanntes, wie die "schrecklich-schönen" Texte Claudia Gablers, bereiten Richter Lesevergnügen. Insgesamt hält sie die Auswahl für ideenreich und engagiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2007

Einspruch erhebt Rezensent Wulf Segebrecht gegen diesen Jubiläumsband, der das Beste vom Besten des seit 1979 erscheinenden "Jahrbuch der Lyrik" versammeln will. Zwar scheint es ihm interessant, welche Autoren und Gedichte sich im Rückblick der jeweiligen Herausgeber behauptet haben. Dabei ist für ihn zweifellos eine lange Liste "klangvoller Namen" herausgekommen. Bei näherer Betrachtung aber findet er die Liste der ausgewählten Autoren nicht unproblematisch. Hier sieht er das "Bild der Gegenwartslyrik" erheblich verzerrt, wie er ausführlich darstellt. Trotz dieser Kritik wünscht Segebrecht dem "Jahrbuch der Lyrik" ein langes Leben und macht Vorschläge, das problematische Auswahlverfahren zu verbessern. So rät er etwa dazu, bereits arrivierte Autoren nicht mehr länger einzuladen, bisher unpublizierte Texte aus ihren Schubladen hervorzukramen.
Stichwörter

Beliebte Bücher

Shida Bazyar. Die Lücken - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Shida Bazyar: Die Lücken
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…
Dana Vowinckel. Anton und Alma - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Dana Vowinckel: Anton und Alma
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…
Eva Menasse. Alleinruhelage - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Eva Menasse: Alleinruhelage
Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.…
Dörte Hansen. Broder - Roman. Penguin Verlag, München, 2026.Dörte Hansen: Broder
"Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…