Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.04.2005
Beeindruckt zeigt sich Rezensent Gerd Krumeich von Christien Beils Buch "Der ausgestellte Krieg", die "erste umfassende Darstellung" der Kriegsmuseen und -ausstellungen im Zeitraum von 1914 bis 1939, die den Blick öffne von den Ausstellungspräsentationen hin zur allgemeinen Propaganda in Kriegs- und Zwischenkriegszeit. Beils "detaillierte" und "durch Illustrationen angereicherte Darstellung" bringe ein "wichtiges Ergebnis" für die allgemeine Geschichte der Weimarer Republik, berichtet Krumeich: "Diese war nicht willens oder fähig, das für Millionen Menschen zutiefst traumatische Erlebnis des Weltkrieges und der Niederlage angemessen zu verarbeiten, konnte keinen eigenen Diskurs über den Weltkrieg entwickeln, mit dem sie dem nationalistischen hätte begegnen können." Beil zeige zudem überzeugend, wie die Kriegsausstellungen nationalistischer und revanchistischer Machart Ende der zwanziger Jahre aufkamen und sich in den neuen Aufschwung der nationalistischen Kriegserinnerungs-Literatur bestens einfügten.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…