Christiane Oppermann

Schwarzbuch Banken

Diederichs Verlag, Kreuzlingen / München 2002
ISBN 9783720523714
Gebunden, 318 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Die Liste der Bank-Geschädigten ist lang: einfache Sparer und Kleinanleger, Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen wie multinationale Konzerne. Die Finanzinstitute kassieren bei allen ab. Sie vernichten mit einem Schlag Tausende von Arbeitsplätzen und ruinieren ganze Volkswirtschaften. Der Blick hinter die seriöse Fassade der Geldhäuser offenbart, wer wirklich die Macht im Staat hat. Keiner entkommt den Banken. Gerade deshalb sollte jeder ihre Methoden kennen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 26.11.2002

Von wegen Bankenkrise - alles Fake, behauptet Hermannus Pfeiffer und muss in diesem einen Punkt der Autorin zustimmen. Ansonsten ist Pfeiffer Oppermanns "Schwarzbuch", allgemein gesprochen, viel zu wenig analytisch, stattdessen verbreite es eine "moralinsaure Interpretation von Ökonomie, indem es in striktem Schwarzweißdenken die Habgier, den Expansionswillen und das "Abzockerverhalten" der Banken an den Pranger stellt. Dieses Schwarzweißmuster nervt Pfeiffer: die Banken sind böse, die Kritiker der Banken haben immer recht, stöhnt er. Seiner Meinung nach ist Oppermann dadurch der Blick auf die wahren ökonomischen Verhältnisse versperrt, der sich durch einen Blick auf die Situation in England erhellen ließe. Dort sei die Konzentration der Banken ungleich höher, die sich deswegen viel höhere Gebühren und Zinssätze leisten könnten. Ähnliches droht uns seiner Meinung nach auch hier durch die angestrebte "Fabrikisierung der Banken". Besticht Oppermanns Schwarzbuch nicht durch Analyse, so glänzt es dagegen in der Beschreibung von spektakulären Fällen, meint der Rezensent: von der Übernahme der DDR-Banken bis zu den Immobilienskandalen der Berliner Bankgesellschaft, darin sei Oppermann richtig gut.
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