Mit Illustrationen von Markus Roost. Dieses Buch ist kein typisches Kochbuch. Zwischen den über 200 Rezepten - vom panierten Wiener Nationalgericht bis zum besten italienischen Bittergemüse, vom Weihnachtsessen aus Dänemark bis zum asiatischen Katerfrühstück - schreibt Christian Seiler eine Kulturgeschichte des Essens und Trinkens, spielt mit Phänomenen der Weltküchen und gibt kritische Gebrauchsanweisungen: Vom Umgang mit aufsässigen Gästen bis zum richtigen Getränk zum Kochen, von der definitiven Bibliothek der besten Kochbücher bis zum Trost, den gutes Essen bereitet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.12.2022
Rezensent Jean-Martin Büttner kommt, obwohl Schweizer, gut klar mit dem dröhnenden Selbstbewusstsein des Wiener Kochkolumnisten Christian Seiler. Wenn Seiler in den hier versammelten zweihundert Texten über Rezepte, das Kochen und die Kultur schreibt, dann geht es immer auch um ihn selbst, warnt Büttner, doch das macht dem Rezensenten nichts: Seiler sei weder Despot noch Purist oder Didaktiker, sondern Genussmensch, der mit dem Kochen Menschen zusammenbringen wolle und dessen Begeisterung ansteckend sei. Dass Seiler zudem gegen "griesgrämige Verzichtskultur" oder vegane Moralisten anschreibt, gefällt dem Rezensenten ebenfalls.
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