Christian Duda, Julia Friese

Alle seine Entlein

(Ab 4 Jahre)
Cover: Alle seine Entlein
Bajazzo Verlag, Zürich 2007
ISBN 9783907588857
Gebunden, 60 Seiten, 16,90 EUR

Klappentext

Diese Geschichte erzählt von Konrad, dem Fuchs, und dem Küken im Ei unterm Bauch einer Ente, die mitten im Wald am Ufer eines Sees sitzt. Eigentlich will Konrad die Ente ja fressen, doch die flattert im richtigen Augenblick davon und lässt das Ei zurück. Nicht so schlimm, Konrad mag Rührei sehr gern Doch der kleine Enterich schlüpft im richtigen Augenblick aus dem Ei. Er schaut um sich und begrüßt den Fuchs gleich mit Mutti, Mutti! Nein! Papa!, korrigiert Konrad. Und weil ein Vater seinen Sohn nicht auffressen kann, muss Konrads hungriger Bauch immer weiter knurren. Dann verliebt sich der kleine Lorenz in die Ente Emma Und während Fuchs Konrad immer seltener an Entenbraten denkt, wächst eine schnell größer werdende Entenschar rings um ihn heran und bevölkert bald den ganzen Wald.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007

Inwieweit muss man den eigenen Instinkten folgen, diese Frage beantwortet "Alle seine Entlein" auf ansprechende und "kluge" Art, wenn man Silke Schnettler glauben darf. Ein Fuchs zieht ein Entenküken auf, und zwar in der Absicht, es später zu fressen. Den besonderen Vorzug des aus dieser Idee entstandenen Buches entdeckt Schnettler in der vorbildlichen Ergänzung von Wort und Bild. Wobei sie nur auf die Illustrationen Julia Frieses genauer eingeht, die nie klinisch, sondern immer "ein bisschen grob" wirken. Aus ihnen ströme eine "enorme Energie", befördert durch verschiedene Maltechniken, Collagen, Überklebungen, Halbfertiges und Überbetontes. Selbst beim Entenjungen schaffe es Friese so, nie ins Süßliche abzugleiten. Eine Empfehlung, ohne Einschränkungen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.10.2007

Äußerst gut gefallen hat Rezensent Hans Ten Doornkaat dieses Bilderbuch, in dem die Geschichte vom Fuchs Konrad und dem Entenküken Lorenz erzählt wird: Eigentlich hatte Konrad Hunger gehabt, doch die Ente, die er gerne verspeist hätte, kann fliehen und lässt ihr Ei zurück. Das ist der Anfang einer langen Beziehung, denn Konrad wird schnell klar, dass aus einem Ei mit etwas Geduld eine sättigendere Mahlzeit heranwachsen könnte. So wird er zum Ziehvater des kleinen Kükens, das er Lorenz nennt. Und irgendwann geht es dann nicht mehr ums Fressen, sondern ums "Nichtfressen", aus dem räuberischen Fuchs wird ein fürsorglicher Entenvater. Wie Illustratorin Julia Friese und Autor Christian Duda diese Geschichte gemeinsam umgesetzt haben, hat Hans Ten Doornkaat aufs Höchste begeistert. So fände sich die Vieldeutigkeit und Spontaneität der Bilder von Friese auch in Dudas Texten sprachlich wieder.