Das zeitgenössische Theater zeichnet sich durch eine Vielzahl von Schauspielstilen aus. Der Grenzübertritt zwischen Theater, Performance, Tanz, bildender Kunst und der Arbeit mit neuen Medien scheint alltäglich zu sein. Dieser Band nimmt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Tendenzen vor und stellt dabei die schauspielerische Arbeit ins Zentrum der Auseinandersetzung. Schauspieler/-innen geben über ihre Erfahrungen Auskunft und treten mit Wissenschaftlern und Kritikern in einen Austausch darüber, was es bedeutet, allabendlich Fiktionen und Phantasmen einen Körper und eine Stimme zu geben. Schauspielen wird so als ein Prozess der permanenten Selbst- und Neuerschaffung vor Publikum begreifbar, der die Ästhetik des Gegenwartstheaters nachhaltig prägt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 22.07.2011
Die von ihm konstatierte Orientierungslosigkeit des Theaters erklärt sich der Kritiker Peter Michalzik zum großen Teil mit der herrschenden Unklarheit über die Rolle und das Wesen des Schauspielers. Deshalb begrüßt er nachdrücklich zwei Bücher, die ein Nachdenken über das Schauspiel einläuten könnten. Der von Jens Roselt und Christel Weiler herausgegebene Sammelband betrachte Theater grundsätzlich vom Schauspiel her, erklärt Michaelzik, wobei die Betonung auf dem theoretisch nicht abgesicherten Spiel liege. Den "Hauptinspirator" für dieses Buch erkennt Michalzik in Rene Pollesch, meint damit aber vielleicht "ex negativo", so ganz wird das nicht klar. Pollesch sind jedenfalls drei Aufsätze versammelt und auch in anderen Texten distanzieren sich Schauspieler von seinem Extrem-Nichtspiel.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…