"Obwohl die Krippenerziehung nachweislich Risiken für die gesunde Entwicklung der Kinder in sich birgt, ist keine Rede davon, ab welchem Alter und wie viele Tage pro Woche und für wie viele Stunden pro Tag es für kleine Kinder gut ist, in der Krippe betreut zu werden. Mit der Krippenoffensive der Familienministerin wird den Familien nicht geholfen. Sie dient anderen Interessen. Durch die Schaffung eines Überangebotes an Krippenplätzen sollen Hunderttausende von Müttern kleiner Kinder dem Arbeitsmarkt zugeführt werden, damit die Löhne nicht steigen und die Unternehmen ihre Profite weiter erhöhen können."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.02.2008
Rezensent Gerhard Matzig ist gehörig genervt von dieser "klischeeverhafteten Wahlkampfrede", die Christa Müller, Ehefrau von Oskar Lafontaine, da verfasst hat. Zwar enthält das Buch seiner Meinung nach durchaus einige "zutreffenden Beobachtungen und Überlegungen", doch gehen die im Furor unter. Das Buch lese sich bisweilen wie eine "absurde Verschwörungstheorie". Das Thema gerate so ins Hintertreffen, das Ganze ist nach Meinung des Rezensenten letzten Endes nichts weiter als eine "nervende, weltfremde Politaktion."
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