Chris Bos

Club der verliebten Dichter

(Ab 13 Jahre)
Erika Klopp Verlag, Hamburg 2003
ISBN 9783781702509
Gebunden, 204 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Aus dem Niederländischen von Sonja Fiedler-Tresp. Lennart ist verliebt, doch Fiona dichtet für einen anderen . Sahnequark - so heißt das Gedicht, das Lennart über seine erste Begegnung mit Fiona im Supermarkt schreibt. Das Gedicht verschafft ihm Eingang in den Dichterclub"" eine Gruppe von Jugendlichen, die schreiben. Als er seine Traumfrau dort trifft, kann er sein Glück kaum fassen. Aber Fiona sieht in ihm nur einen guten Freund, mit dem sie über alles reden kann. Denn ihre Liebesgedichte schreibt sie für jemand ganz anderen. Eine spritzige Geschichte von Liebe und Poesie!

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003

Der Roman hat etwas angenehm Anachronistisches, gesteht Fritz Göttler. Jugendliche, die sich um die Reinheit der Poesie scheren, die in lyrischen Formen von der Liebe und vom Sex berichten, die Poesie zu ihrem Spiel machen, zu einem Teil ihres Lebens! Göttler ist davon sehr angetan, weil dies nämlich ohne Pathos und ohne Sentimentalität geschieht. Und auch ohne Angst vor Kitsch. Dafür walte gelegentlich Ironie. Vorzustellen hat man sich also ein Gruppe Heranwachsender, eine ziemlich "elternlose Gesellschaft", charakterisiert sie Göttler, die mit schönster Selbstverständlichkeit zu Poesiewettbewerben geht und über Reimschemata diskutiert: mit jugendlichem Eifer, versteht sich. Das liest sich dann, Zitat Göttler, so: "Du bist nun ein Salzstreuer/ Denn ich werde alle meine Suppen und Gerichte/ Mit meinen Tränen salzen." Das Schöne an dem Roman ist jedenfalls für den Rezensenten, das Poesie nicht ästhetisch begründet werden muss, sondern einfach Lebenspraxis bedeutet.
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