Aus dem Niederländischen von Marlene Müller-Haas. Was hat ein Buch mit einem Sack voller Holzklötze zu tun, ein malträtiertes Ferkel mit einem Gemälde von Edvard Munch, ein Hundenapf mit einem Comic? In Charlotte Mutsaers Essays geht es nie nur um Kunst und Literatur, sondern immer auch um sie selbst und die reale Welt um sie herum: um Hunde, Pferde, Nasen, Comics, die Liebe und am liebsten über das Gegensätzlichste zugleich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.07.2001
Gelegentlich fühlt sich Roman Bucheli bei den "traurig-schönen" Essays von Charlotte Mutsaers an W.G. Sebalds "Ringe des Saturn" erinnert. Auch sie sei dem "zwanghaften Herstellen von Bedeutungen" verfallen, begründet Bucheli seinen Verdacht, assoziiere und verknüpfe scheinbar willkürlich die seltsamsten Dinge, weil sie überall Zusammenhänge vermute und feststelle. Diesem sprunghaften Denken zuzusehen, zuzuhören, macht Bucheli zufolge einfach Spaß. Mal geht es - in einem der schönsten Essays, schreibt der Rezensent - um Virginia Woolf oder um den Maler Giotto, dessen Schaffensdrang nicht von der Natur, sondern von gesehenen Bildern geweckt wurde - so wie auch der niederländischen Autorin offenbar manche Bilder nicht mehr aus dem Sinn wollen und Herz und Verstand so durcheinandergeraten lassen, dass der Rezensent darüber ganz aus dem Häuschen gerät. Wie bei Sebald verspüre man bei Mutsaers melancholische Anwandlungen, aber ihr fehle der "gravitätische Ernst" - ein Kompliment.
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