Charles Taylor

Das sprachbegabte Tier

Grundzüge des menschlichen Sprachvermögens
Cover: Das sprachbegabte Tier
Suhrkamp Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783518587027
Gebunden, 655 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Joachim Schulte. Seit Jahrhunderten wird in der Philosophie über die Natur der Sprache gestritten. Für die rationalistisch-empiristische Tradition in der Folge von Hobbes, Locke und Condillac ist sie ein Werkzeug, das Menschen erfunden haben, um Informationen auszutauschen. In seinem neuen Buch bekennt sich Charles Taylor zum gegnerischen Lager der Romantik um Hamann, Herder und Humboldt und zeigt, dass der rationalistisch-empiristische Ansatz etwas Entscheidendes übersieht: Sprache beschreibt nicht bloß, sie erschafft Bedeutung, formt alle menschliche Erfahrung und ist integraler Bestandteil unseres individuellen Selbst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.07.2017

Der "vermeintliche Streit der Lager", den Charles Taylor in seinem neuen Buch und Abschlussprojekt seiner vierzigjährigen Forschungsarbeit zur (Sprach-)Natur des Menschen zwischen den Sprachforschern Herder, Humboldt und Hamann auf der einen und Hobbes, Locke und Condillac auf der anderen Seite identifiziert zu haben meint, erscheint dem hier rezensierenden Stuttgarter Philosophieprofessor Philipp Hübl in seiner Plakativität doch ein wenig an den Haaren herbei gezogen. Taylor gibt sich als "Universalgelehrter", der im Stande ist, die großen Zusammenhänge zu erkennen beziehungsweise herzustellen, wobei unerhebliche Feinheiten und kleinliche Differenzen zu Gunsten des großen Ganzen hintan gestellt werden müssen, so der kritische Rezensent. Die Tendenz zu den großen Zusammenhängen führt seiner Ansicht nach jedoch allzu oft zu Wiederholungen, Geschwätzigkeit und Nachlässigkeiten Taylors, die der Rezensent nicht verzeihen kann.
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