Charles Lewinsky

Der Wille des Volkes

Kriminalroman
Cover: Der Wille des Volkes
Nagel und Kimche Verlag, Zürich 2017
ISBN 9783312010370
Gebunden, 384 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Charles Lewinskys Krimi spielt in einer unheimlichen Szenerie: in einer Zukunft, in der die Schweiz allein von einer national-populistischen Partei regiert wird. Der pensionierte Journalist Kurt Weilemann erhält eine rätselhafte Botschaft von einem Kollegen, der kurz darauf stirbt. Weilemann will den Mord aufklären, bekommt es aber zuerst mit der Politik und dann bald mit der Angst zu tun, denn die Leute, die hier offensichtlich einen Mord durch einen weiteren vertuschen möchten, scheinen an entscheidenden Machtpositionen im neuen Staatsapparat zu sitzen. Mächtig genug, dass sie auch ihn verschwinden lassen könnten - und die Wahrheit gleich dazu.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.10.2017

Wenn Rezensent Martin Ebel den Autor Charles Lewinsky gleich zu Beginn seiner Rezension den "vielseitigsten Schriftsteller der Schweiz" nennt und danach über den unweigerlich sympathischen und sprachgeschickten Protagonisten in "Der Wille des Volkes" schreibt, erwartet man nicht weniger als eine glatte Lobeshymne, doch tatsächlich steht Ebel dem neuen "Genre-Hybrid" Lewinskys aus Kriminalroman, politisch-gesellschaftlicher Dystopie und Medien-Kritik zwiegespalten gegenüber: Auf der einen Seite sind da der liebenswürdige "tüddelige Grantler" und Lewinskys durchaus interessante und unterhaltsame Zukunftsvisionen, auf der anderen Seite die ungünstige Mischung aus rheumatischem Ermittler und brandheißem Mordfall, aus der eine Langsamkeit entsteht, die dem Roman nicht gut tut, so der abwägende Rezensent.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de
Stichwörter