Charles Lamb

Eine Abhandlung über Schweinebraten

Essays
Cover: Eine Abhandlung über Schweinebraten
Berenberg Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783937834689
Gebunden, 176 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Joachim Kalka. Vor 200 Jahren war das Leben in England auch nicht leicht! Die Präsenz von Pädagogen war schon damals ein wenig unbehaglich, verheiratete Paare konnten einem Junggesellen gehörig auf die Nerven gehen, und fromme Tischgebete vor üppigen Gelagen hatten auch um 1800 etwas Frivoles. Charles Lamb konnte von alldem ein Lied singen, und zwar ein ausgesprochen witziges, warmherziges und tiefgründiges. Die Essays dieses so freundlichen wie klugen Autors sind der Beweis, dass selbst ein Schweinebraten große Literatur werden kann - sie zählen auch heute noch zum Besten, was diese Gattung in der englischen Sprache hervorgebracht hat.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 31.05.2014

Werner von Koppenfels zeigt sich erfreut über diesen Band mit Essays von Charles Lamb. Die von Joachim Kalka ausgewählten und übersetzten Texte sind für ihn echte "Leckerbissen", die er mit großem Genuss goutiert hat. Er schätzt Lamb, dessen Texte unter dem Namen Elia seit 1820 erschienen waren, als wichtigen englischen Essayisten. Die Texte scheinen ihm "kunstvoll verschnörkelt", ironisch, witzig und von dunklem Humor. Bedauerlich findet er allerdings die Beschränkung auf zehn Essays, hätte er sich doch auch Lambs Essays über altes Porzellan, über die Vertreibung der Bettler aus London, den Preis der Schornsteinfeger, u.a. gewünscht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.03.2014

Endlich sind Charles Lambs Essays aus den Jahren zwischen 1823 und 26 in einer wunderschönen Berenberg-Ausgabe auf Deutsch erschienen, freut sich Rezensent Johan Schloemann. Ganz hingerissen taucht der Kritiker in das "Eine Abhandlung über den Schweinebraten" betitelte Werk, in dem Lamb auf ebenso tiefsinnige wie witzige Art und Weise die Vorzüge des Schweinebratens oder die Heuchelei beim Tischgebet behandelt. Insbesondere lobt Schloemann das Talent des einstigen Lohnschreibers, der sich mit einigen romantischen Gedichten einen Namen in der Literatur machte, seelische und alltägliche Begebenheiten mit feiner Beobachtungsgabe zu notieren. Ein hervorragender und überraschender Einblick in die englische Gesellschaft, der darüber hinaus noch mit einer lesenswerten Studie Norbert Millers über den rührenden Briefwechsel zwischen Charles Lamb und S.T. Coleridge aufwartet, urteilt der Kritiker.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2014

Mehr wäre mehr gewesen, mehr Charles Lamb, weniger Norbert Miller, der für den Geschmack des Rezensenten Hannes Hintermeier ein etwas zu opulentes Nachwort beisteuert. Vom Dichter und Essayisten Lamb allerdings, diesem radikal subjektiven und aufs Kleinste schauenden Alltagsbeobachter, kann der Rezensent gar nicht genug kriegen. Wenn der Autor über Gespenster, kindliche Theaterbesuche, Tischgebet und Selbstverliebtheit nachdenkt, fühlt Hintermeier die sanfte Eleganz dieser zwar nicht modernen, doch, wie er findet, lesenswerten und von Joachim Kalka liebevoll übertragenen Prosa.
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