Charles Darwin

'Nichts ist beständiger als der wandel'

Briefe 1822-1859
Cover: 'Nichts ist beständiger als der wandel'
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783458174134
Gebunden, 415 Seiten, 36,00 EUR

Klappentext

Übersetzt von Ursula Gräfe. Charles Darwin war ein fleißiger Briefeschreiber. Er hat im Laufe seines Lebens mit über 2000 Personen korrespondiert und mehr als 7500 Briefe verfaßt. Die von Frederick Burckhardt vorgelegte repräsentative Edition versammelt Briefe aus den Jahren 1822 bis 1859. Sie setzt ein mit einigen erst jüngst entdeckten Briefen, die Darwin als 12jähriger schrieb und die hier erstmals veröffentlicht werden, und begleitet die weiteren Stationen seines Lebens, die Universitätszeit in Edinburgh und Cambridge, die fünfjährige Weltumsegelung auf der Beagle bis zur Publikation der Entstehung der Arten. Anders als das sorgfältig überarbeitete Tagebuch der Beagle-Reise oder die wissenschaftlichen Werke zeigen die oft begeisterten Schilderungen von Erlebnissen und Entdeckungen Darwin als einen Menschen von besonderer Spontaneität. Die Briefe - lebendig und anschaulich geschrieben - eröffnen den Blick nicht nur auf den Forscher und seine wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern auch den Privatmann, den Sohn, Bruder, Familienvater und Ehemann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2009

Henning Ritter nimmt sich den Band voller Erwartung vor. Vierhundert Seiten Darwin als Briefeschreiber - erstmals auf Deutsch! Darwins Triumph kann Ritter auf die Art Schritt für Schritt nachvollziehen. Als Dokumente von Darwins Sammlereifer bleiben die Briefe dem Rezensenten allerdings etwas schuldig. Allzu wortkarg, sachlich und emotional zu zurückhaltend erscheinen sie Ritter, um hinter dem Forscher einmal den Menschen Darwin sichtbar zu machen. Um dennoch einen Blick zu erhaschen, rät der Rezensent, Darwins Fragen auf sich wirken zu lassen. Hier scheint der Schlüssel zu liegen, zur Person Darwin, ihrer Geduld und einer aus schier endlosen Details zusammengesetzten Theorie.