Charles Brockden Brown

Aus den Erinnerungen von Carwin dem Bauchredner

Ein Fragment
Cover: Aus den Erinnerungen von Carwin dem Bauchredner
Achilla Presse, Butjadingen 2004
ISBN 9783928398879
Gebunden, 100 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen übersetzt und herausgegeben von Alexander Pechmann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.2005

Es wird Zeit, endlich Charles Brockden Brown zu entdecken, ruft Elmar Schenkel. Aus zwei Gründen: Zum einen haben wir es mit dem "Vater der amerikanischen Erzählkunst" zu tun, der sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts, als das puritanische Establishment literarische Fiktion verteufelte, an europäischen Modellen orientierte und zum Vorläufer und Vorbild von Poe und anderen avancierte. Denn schon Brockden Brown entwarf Amerika als Landschaft, in der das Ich - sozusagen prä-psychoanalytisch - seine Festigkeit verliert. Das vorliegende Erzählfragment, erläutert Schenkel, ist ein faszinierendes Exemplar literarischer Erforschung des Horrors, der "aus der Seele" kommt, wie Poe es formulierte, aber auch von Allmachtsfantasien - der Bauchredner Carwin hat sie, und noch mehr sein Gott spielender mysteriöser Meister Ludloe. Und das ist das zweite Argument für eine Entdeckung des Pioniers Brockden Brown: "Prophetisch und unheimlich" erfasst er in seinem reizvoll zerfahrenen Text das Wesen zukünftiger Diktatoren, so Schenkel. Was noch? Schöne Ausgabe, gelungene Übersetzung, leider viele Druckfehler.
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