Charis Vlavianos

Nach dem Ende der Schönheit

Gedichte
Cover: Nach dem Ende der Schönheit
Carl Hanser Verlag, München 2007
ISBN 9783446208711
Gebunden, 87 Seiten, 14,90 EUR

Klappentext

Aus dem griechischen von Torsten Israel. Vlavianos, griechischer Dichter und kosmopolitischer Poet, ist in vielen Sprachen und Kulturen zu Hause: die Jugend in Südamerika und Italien, die Studienjahre in England, das Leben auf Reisen. Die gesammelte Erfahrung dieser Jahre spiegelt sich auch in seinen Gedichten. Und er ist ein Dichter, der das bedeutende Erbe der griechischen Poesie von den frühen Anfängen in der Antike in unsere heutige Zeit überführt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 22.01.2008

Der Bewunderung voll ist der Rezensent Gerald Kurth nach Lektüre dieses Gedichtbands, der Texte aus einem Jahrzehnt versammelt. Ein "kompromissloser" Lyriker sei Charis Vlavianos, der in griechischer Sprache schreibe, aber sonst keines der mit Griechenland verbundenen Klischees erfülle. Bei ihm gehe es grundsätzlich "ums Ganze" und nie ums rein Subjektive. So finden sich zwar autobiografische Spuren, die jedoch werden, stellt Kurth fest, immer ins Allgemeingültige gewendet. Und weil Vlavianos Sprache so genau ist und dem Philosophischen sich nähert, erweise sie sich zuletzt auch als eminent übersetzbar. Am Können des Übersetzers Torsten Israel liege es freilich auch, dass diese Gedichte auch im Deutschen zu "leuchten" beginnen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2008

Lars Reyer hat sich mit den Gedichten des in Rom geborenen und überwiegend auf Griechisch publizierenden Lyrikers Charis Vlavianos ziemlich schwer getan und das, obwohl er zunächst die schöne Aufmachung des Bandes mit einer Auswahl aus Vlavianos' bisher erschienen Gedichtbänden lobt. Der Rezensent charakterisiert das Werk des Lyrikers als ausgesprochene "Gedankenlyrik", und damit zeichnet sich bereits ab, was Reyer am meisten stört. Den Gedichten hafte etwas "Traktathaftes" an, das die lyrischen Bilder überdecke, jedem Einfall auch gleich einen Kommentar oder einen Nachgedanken hinterherschicke und überhaupt etwas "Sprödes" habe, moniert der Rezensent. Mitunter etwas unklar mischt Vlavianos einen lockeren Plauderton mit "Aussagesätzen", die sich nicht harmonisch zusammenfügen, so Reyer unzufrieden, der sich weniger rigide und "einengende" Verse gewünscht hätte.
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