Aus dem Englischen von Sabine Thiele. "Im Schatten der Mitternachtssonne" ist ein Charakter-Drama rund um Religion und Glaube, Unrecht und Schuld, Sühne und Vergebung.
Stockholm 1856: Hoch aus dem Norden des Landes erreicht die Nachricht die Stadt, dass ein Same angeblich drei Schweden ermordet haben soll. Ist dies möglicherweise ein Anzeichen für einen Aufstand? Um dies zu untersuchen, wird Magnus Stille, ein Mitarbeiter des schwedischen Bergbauministeriums, dorthin geschickt. Denn sein Schwiegervater, der Bergbauminister persönlich, sähe durch einen Aufstand der Samen die noch ungehobenen Bodenschätze im Norden in Gefahr. Doch im Dorf Blackåsen angekommen, findet Magnus schnell heraus, dass die Gründe für die Geschehnisse tief in der Vergangenheit liegen …
Rezensentin Katharina Granzin schätzt die Kunst der in Kanada lebenden schwedischen Schriftstellerin Cecilia Ekbäck, in ihren "atmosphärischen" Krimis viel Raum für die Fantasie des Lesers zu lassen. Entsprechend gebannt liest die Kritikerin den neuen Roman der Autorin, der sie einmal mehr in das Jahr 1856 in eine nordschwedische Siedlung am Fuße des Berges Blackasen entführt. Aus vier Perspektiven erzählt Ekbäck die Geschichte eines Dreifachmordes, der Verdacht fällt bald auf ein Mitglied der samischen Bevölkerung, resümiert Granzin. Diesem wunderbar flirrenden "Geistermärchen" verzeiht die Kritikerin gern, dass einige zeithistorische Details ein wenig schief geraten.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters Motte wird sie von ihrem Vater genannt. Eigentlich hat sie sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen,… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie…