Nein, was war er für ein süßes Baby. Ein Baby, so süß, dass man Karies davon bekam. Und was für einen Persönlichkeit. Sein Leben: eine einzige Erfolgsgeschichte - als Schrecken der Lehrer, Daumenlutscher, Brandstifter, als Pleitier, Bigamist, Politiker und Irrenhausinsasse...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.10.2002
Was witzig beginnt, läuft sich spätestens in der Mitte des Buches tot, und der Leser steigt aus, so könnte kurz und prägnant das Fazit des Urteils über "Das Großmaul" lauten, das Rezensent Thomas Kraft zieht. Auch geht aus Krafts Rezension nicht ganz hervor, was den Leser an dem Erzähler, der sich ohne Hemmungen zu seiner Großmäuligkeit bekennt, interessieren könnte. Wenn der Reiz der witzigen Einfälle verpufft ist und überdeutlich wird, dass Situationskomik als Stilprinzip nicht für dreihundert Seiten reicht, sei die Substanzlosigkeit des Textes nicht mehr zu übertünchen, findet Kraft.
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