Sprecher: Eberhard Esche und Dieter Mann. Musik: Kammersymphonie Berlin unter der Leitung von Jürgen Bruhns. Molieres Persiflage auf die französische Gesellschaft des 17. Jahrhunderts ist aktuell geblieben. Die Orchestersuite von Richard Strauss, 1920 uraufgeführt, untermalt spritzig und pointiert die spielfreudige Darbietung von Esche und Mann, bei der die beiden Schauspieler in alle Rollen des Stückes schlüpfen. Dieser Mitschnitt einer Aufführung des Berliner Schauspielhauses am Gendarmenmarkt wird von der Kammersymphonie Berlin begleitet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.03.2009
Den "Witz in den Beinen" kann kein Hörbuch wiedergeben. Da hat Jens Bisky sicher Recht. Darum ist er auch nicht überrascht, wenn er, Strauss und das Orchester in dieser Aufzeichnung aus dem Berliner Konzerthaus von 1996 hin oder her, vor allem die beiden Schauspielerstimmen von Eberhard Esche und Dieter Mann geboten bekommt. Bisky langt das voll und ganz, präsentieren sich ihm Esche und Mann bei der Inszenierung der Geschichte vom beflissenen Emporkömmling Jourdain doch als "Virtuosen der Improvisation", streitend und heuchelnd. Ein bisschen neidisch ist Bisky allerdings auf die Zuschauer des damaligen Bühnenspaßes. Den permanenten Perückenwechsel der beiden Schauspieler etwa muss er sich beim Hören dazu denken.
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