Peter Brasch hat ein anarchisch-groteskes Prosastück geschrieben, in dem sich Wahn, Schmerz und Widerständigkeit als Dimensionen der Existenz finden.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Christoph Dieckmann geht in seiner Rezension mit Urteilen jeglicher Art sparsam um. Vielmehr beschänkt er sich darauf, Parallelen zwischen dem Lebenskontext des Autors Brasch und des Protagonisten des Buches heraus zu finden und zu beschreiben, was er allerdings mit großem Wohlwollen tut. Für Dieckmann ist "Schön hausen" eine "Persiflage auf die Berliner Neuzeit", in der Brasch auf liebevolle Art schildere, dass sich für den Berliner in den Bezirken Prenzlauer Berg oder Pankow - Hauptstadt hin oder her - "eijentlich nüscht jeändert" habe: Der Schnaps heißt Romanza und in der Pizzeria wird Hundefutter zu Menue verwurstet. Leider aber wirke Braschs "Schön hausen" bisweilen so, "als brutzele hier eine Prosa aus den Resten, die er noch im Kühlschrank fand".
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