Carsten Brosda

Die Zerstörung

Warum wir für den gesellschaftlichen Zusammenhalt streiten müssen

Klappentext

Carsten Brosda analysiert die Ursachen für das aktuelle Abrutschen der großen Volksparteien in der Wählergunst. Er skizziert die neue, oft kompromisslose politische Landschaft zwischen rechter Fremdenfeindlichkeit und grünem Kampf gegen den Klimawandel, und den wachsenden Einfluss der sozialen Medien, in denen zur Zerstörung der Volksparteien aufgerufen wird. Tatsächlich ist in den vergangenen Jahren einiges kaputt gegangen: Zerstörung bedeutet aber auch, dass der Blick frei wird auf die Fundamente unserer Demokratie. Kann demokratische Politik ohne Kompromisse und Ausgleich auf Dauer überhaupt erfolgreich sein? Wie können wir der Komplexität der Aufgaben, die vor uns liegen, gerecht werden? Gibt es doch noch einen Platz für die "Volksparteien" in Deutschland? Und wie kann die Zukunft der SPD erfolgreich gestaltet werden?"

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.12.2019

Wenn Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda über den beklagenswerten Zustand der SPD schreibt, über die öffentliche Debatte, Egozentrik und Soziale Medien, dann findet Rezensentin Viola Schenz nicht alles verkehrt, aber auch nicht sonderlich neu und tiefgehend. Einiges ist auch so eng an der Tagesaktualität gebunden, dass es drei Monate nach dem Erscheinen des Buches bereits überholt wirkt. Gravierender findet Schenz allerdings die Politstanzen, mit denen Brosda auch einfachste Zusammenhänge umständlich verkompliziert und im Floskelnebel verinken lässt.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.10.2019

Kurz, knapp und voller Sympathie bespricht Adam Soboczynski das Buch des ehemaligen Hamburger Kultursenators Carsten Brosda. Gut sei von ihm herausgearbeitet, dass sich die heutige Öffentlichkeit nicht mehr auf die "Repräsentationslogik" der Volksparteien einlasse und dass sie ein auf "Ausgleich" zielendes politisches Angebot nicht mehr interessiere. Weniger überzeugt haben den Rezensenten die Vorschläge an die SPD, Brosdas eigene Partei, wie aus dem Tief herauszukommen sei. Ob es da genüge, für eine "solidarische Gesellschaftlichkeit" zu plädieren? Aber dass der Autor es hier tut, gewinnt ihm doch Soboczynskis Achtung.