Aus dem Amerikanischen von Renate Orth-Guttmann. Vor zwanzig Jahren folgte Oren seinem jüngeren Bruder Josh in die dunklen Wälder, die das kleine Städtchen Coventry im Norden Kaliforniens umgeben. Doch zurück kam nur Oren. Von Josh fehlt seitdem jede Spur. Längst hat der örtliche Sheriff den Fall zu den Akten gelegt. Und Oren, den viele für verdächtig hielten, wurde von seinem Vater auf ein entferntes Internat geschickt. Die verschrobenen Einwohner Coventrys scheinen zur Ruhe zu kommen. Doch dann kehrt Oren überraschend in seine Heimatstadt zurück. Und er ist nicht der Einzige, der unvermutet auftaucht ...
Heiter gestimmt hat dieser Krimi den Rezensenten Tobias Gohlis, der Carol O'Connell als Magierin vom Schlage einer Fred Vargas empfiehlt. Bisher hat sich die Autorin zu seinem Bedauern nicht in Deutschland durchsetzen können, obwohl sie im Rest der Welt sehr beliebt ist. Für ihren neuen Roman unterbricht sie ihre Serie mit der etwas soziopathischen Ermittlerin Mallory und erzählt die Geschichte eine Army-Kriminalisten, dem eines Tages die Überreste seines vor zwanzig Jahren verschwundenen Bruders vor die Haustür gelegt werden. Wie bei Vargas, versichert Gohlis, bekommen es die Leser mit einer Reihe wunderbar skurriler Menschen zu tun, die O'Connell mit "wunderbar leichter Hand" zeichne.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.04.2012
Schön schauerlich findet Sylvia Staude diesen Krimi von Carol O'Connell: Ein Junge, der vor etlichen Jahren in einem Wald verschwunden ist, taucht plötzlich vor dem Haus seiner Familie wieder auf. Die Schatten der Vergangenheit, düstere Familiengeheimnisse und ein faszinierendes Personal haben die Rezensentin bei der Stange gehalten, der auch sehr gefällt, wie raffiniert die Autorin ihre Handlung voranschreiten lässt.
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