Carol O'Connell

Kreidemädchen

Thriller
Cover: Kreidemädchen
btb, München 2015
ISBN 9783442747412
Kartoniert, 544 Seiten, 9,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Judith Schwaab. Im Central Park wird ein Mädchen aufgegriffen. Rote Haare, blaue Augen, blasses Gesicht. Wie eine Porzellanpuppe. Wären da nicht die Blutspuren auf ihren Schultern. Vom Himmel sei das Blut gekommen, erklärt sie den Polizisten. Als sie nach ihren Onkel Red gesucht habe. Armes verwirrtes Kind! Doch dann entdeckt man sie: die Leiche, die im Baum hängt. Detective Mallory, die sich des Falles annimmt, erkennt eine verletzte Seele, wenn sie einer begegnet. Und das seltsame Mädchen scheint mehr erlebt zu haben, als alle vermuten. Bald ermittelt die toughe Mallory in einem Dickicht aus Gewalt, Geheimnissen und psychischer Abhängigkeit.

Im Perlentaucher: Zwanghafte Verführer

Wie Carol O'Connell ihren Stoff ausbreitet, das ist von einer Könnerschaft und Eleganz, die ihresgleichen sucht: Aus einem bizarren, fast surrealen Einstieg entwickelt sie die Geschichte eines ungemein tragischen Verbrechens, voller Trauer, Scham und Schuld. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.06.2015

Im Vergleich mit Stieg Larsson hält Sylvia Staude Carol O'Connell für die bessere Thrillerautorin. Ihrer "brillanten" Ermittlerin folgt Staude in eine kaputte Welt, um festzustellen, dass O'Connells im englischen Original bereits 2011 erschienener zehnter Roman ein grandioser Geheimtipp ist. Überlebensgroße Figuren, unwahrscheinliches Geschehen, das die Autorin laut Staude souverän inszeniert wie Fred Vargas. Ein finsteres Horrormärchen für Erwachsene, meint die Rezensentin und liefert eine klare Leseempfehlung.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.05.2015

Es gibt sie selten, jene Krimi-Autoren, die es schaffen, um das "stabile Gerüsts schlichter Detektiv-Plots" herum Geschichten zu erzählen, die so spannend wie poetisch sind, weiß Tobias Gohlis. Carol O'Connell ist eine von ihnen und ihr neuer Krimi "Kreidemädchen" stellt das einmal mehr unter Beweis, verspricht der Rezensent. Darin darf Kathy Mallory, gewissermaßen die Mutter der soziopathischen Ermittlerinnen, einen mysteriösen Fall im Central Park aufklären, berichtet Gohlis: eine Kindergärtnerin wurde von einem Rudel Ratten überfallen und getötet, in den Bäumen des Parks verhungern in Säcken verschnürte Menschen und ein gespenstisch bleiches Kind taucht am Tatort auf, fasst der Rezensent zusammen. Gerade Mallorys eigene Versehrtheit befähigt sie dabei, sich des traumatisierten Kindes anzunehmen, den Fall zu lösen, und am Ende darf sie sogar wieder offiziell in den Dienst, verrät Gohlis.