Köln gibt sich eine fortschrittliche Verfassung - im Jahre 1396. Stefan Lochner malt die "Madonna im Rosenhag". Kölner Kaufleute stehen in Verbindung mit fast allen Teilen Europas. Frauen spielen ganz selbstverständlich eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben - nirgendwo sonst im Reich haben sie so viele Rechte. Das sind nur einige Schlaglichter aus dem schillernden Zeitpanorama, das Wolfgang Herborn und Carl Dietmar im vierten Band der Geschichte der Stadt Köln entwerfen. Sie können wahrlich aus dem Vollen schöpfen, denn nie war Kölns Position auch international so herausragend. Egal ob politisch, wirtschaftlich oder kulturell: das "hillige Coellen" war eine Metropole der Superlative. Umso überraschender, dass diese Glanzzeit bisher noch nie zusammenhängend beschrieben wurde: Der vorliegende Band ist die erste Gesamtdarstellung überhaupt.
Michael Köhler lobt Wolfgang Herborns und Carl Dietmars vierten Band der Geschichte der Stadt Köln für seinen leserfreundlichen, süffigen Stil und den kulturellen Blick. Dass der Leser nicht mit Statistiken zur Wirtschaft und mit Tabellen traktiert wird, empfindet Köhler als Wohltat. Stattdessen lernt der Rezensent Randgruppen der spätmittelalterlichen Gesellschaft kennen, Latrinenputzer etwa, und erfährt Wissenswertes über die Alt-Kölner Malerei. Die Themenvielfalt des Buches, seine reiche Bebilderung sowie die praktischen Register überzeugen Köhler davon, es mit einem neuen Standardwerk zu tun zu haben, das weit mehr als nur Kölner Stadtgeschichte erzählt.
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