Mit Stückeregister. Das biografische Lexikon präsentiert mit knapp 2000 Einträgen die für das Theater im deutschsprachigen Raum maßgeblichen Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner und Kritiker im 20. und 21. Jahrhundert. Rückblicke ins 19. Jahrhundert verfolgen die wichtigsten Linien der Entwicklung, der Schwerpunkt des Werkes liegt indes auf der Zeit nach 1945 bis heute. Den jeweils prägnant formulierten Biografien der Personen folgt eine ausführliche Aufzählung ihrer hauptsächlichen Arbeiten, ergänzt durch Würdigungen der Kritik und weiterführende Literatur. Ein unentbehrliches Handwerkszeug für Theaterprofis und gleichermaßen ein wichtiges Nachschlagewerk für interessierte Laien.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.02.2011
Till Briegleb kann dieses Theater-Lexikon nur begrenzt empfehlen, eigentlich nur all denen, die kein Internet haben, wie Briegleb etwas boshaft spottet. Aber selbst wenn er es nicht mit der Wikipedia vergleicht, stört ihn eine Menge an diesem von C. Bernd Sucher zusammengestellten Nachschlagewerk. Völlig unklar bleiben ihm die Kriterien, nach denen Einträge und ihre Länge ausgewählt wurden. Wieso bekommt eine wenig bekannte Schauspielerin ebenso viel Raum wie der Kritiker, Autor und Intendant Ivan Nagel? Warum tauchen Alain Platel, Jan Lauwers, La Fura dels Baus, Janet Cardiff nicht auf? "Germanozentrisch" findet Briegleb das. Außerdem stören ihn "endlose Aufzählungen von Inszenierungen", der begrenzte Blick auf deutsche Theatergrößen und die alte Rechtschreibung.
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