Claus Peymann

Mord und Totschlag

Theater | Leben
Cover: Mord und Totschlag
Alexander Verlag, Berlin 2016
ISBN 9783895814259
Gebunden, 536 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Das TheaterLebensBuch, das vor dem Ende seiner 17-jährigen Intendanz am Berliner Ensemble und vor seinem 80. Geburtstag erscheint, dokumentiert Claus Peymanns Weg durch die Niederungen und Höhen der Theaterkunst. Texte, Interviews, Dokumente, Briefe, Telegramme, Aktennotizen, Verlautbarungen und Erklärungen erzählen Theatergeschichte: Wie und warum die Theater, die Peymann in Frankfurt/Main (TAT 1966), Stuttgart (1974-1979), Bochum (1979-1986), Wien (1986-1999) und Berlin (2000-2017) geleitet hat, zu den spannendsten, besten und skandalträchtigsten Häusern wurden und warum Theater seinen Platz in der Gesellschaft haben muss. Neben Peymanns Texten finden sich Äußerungen von Mitstreitern, Weggefährten und Gegnern: Elfriede Jelinek, Hermann Beil, Thomas Bernhard, Thomas Brasch, Peter Handke, André Heller, Rolf Hochhuth, Heiner Müller, Einar Schleef, Peter Turrini u. a. Zahlreiche Abbildungen und ein Register vervollständigen das Buch.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2017

Genauso hat sich Bernd Noack Claus Peymanns Abgang vorgestellt, worthülsenreich und zitierfähig, provokativ und opulent, garstig und liebevoll. Peymanns Weg von der Studentenbühne ins BE, Inszenierungen und Wegbegleiter, Erfolge und Skandale breitet der Theatermann laut Noack gewohnt großsprecherisch und zugleich anregend aus. Für den Rezensenten eine Nachkriegstheatergeschichte, die Erinnerungen weckt, ein Peymann-Wimmelbuch mit tollen Fotos.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.12.2016

Rezensent Uwe Mattheiß erfährt aus Claus Peymanns dicker, reich bebilderter Selbsterkundung, wie hoch es bei den Pressekonferenzen in der Burg herging, aber auch, wie sehr die Kunst (nicht nur Peymanns) in der Simulation gefangen blieb. Respektvoll liest der Rezensent das Buch daher gegen die Intention des Verfassers und lernt mehr über den Wandel der Formen und Inhalte auf dem Theater als irgendwo sonst, wie er versichert. Am biografischen Faden wie auch in den Anekdoten, erklärt er, lassen sich die wesentlichen Diskurse des Theaters nach dem Krieg gut nachvollziehen.